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2013-10-09

Mac OS X Installations DVD auf fremder Hardware installieren

Neulich hatte ich das Problem, dass ich auf meinem 1999er iMac G4 Mac OS 10.4 (Tiger) installieren wollte, aber nur eine Installations-DVD von einem MacBook zur Hand hatte. Auf dem iMac ist bereits 10.5 (Lion) installiert, aber die DVD-Player-Software läuft darunter leider nicht absturzfrei. Um DVDs schauen zu können habe ich mir deshalb Tiger auf einer zweiten Partition der internen Platte installiert. Weil ich wie gesagt nur die MacBook-Installtions-DVD zu Hand hatte, habe ich das für die Installation verantwortlich OSInstall.mpkg wie folgt manipuliert.
  1. Lion auf dem iMac gebootet.

  2. Mit dem Disk Utility (Festplatten Dienstprogramm> eine 16 GB große Partition für Tiger (Name Ten4) angelegt und die Lion-Partition entsprechened verkleinern lassen.

  3. Die neue Ten4-Partition mit HFS+ formatiert (gelöscht).

  4. Mit dem Menupunkt Neu > Neues Image von Ordner ...
    ein SPARSE Image (Image-Typ R/W oder DVD-Master sollten auch funktionieren) der ersten Installations-DVD erstellt.

  5. DVD ausgeworfen, Install Disc 2 eingelegt und SPARSE-Image gemountet (Doppelklick).

  6. Terminal geöffnet und mit
    cd /Volumes/Mac\ OS\ X\ Install\ Disc\ 1/System/Installation/Packages/
    open -e OSInstall.mpkg/Contents/OSInstall.dist
    die Steuerungsdatei des Installationspaketes in TextEdit geöffnet.

  7. In der OSInstall.dist-Datei habe ich dann die ECMAscript-Funktion hwbeModelCheck() gefunden und an derem Ende (16 Zeilen tiefer) return false; in return true; geändert, damit der Modell-Check nie fehlschlägt.

  8. Hinweis: Vor dem Nachmachen bitte erst den nächsten Punkt lesen.
    Anschließen habe ich die Installation im Terminal mit sudo installer -verbose -pkg OSInstall.mpkg -target /Volumes/Ten4 -lang de gestartet, was nach Eingabe mein Login-Passwortes ohne weitere Rückfragen die beide Installtions-DVDs inkl. Bundled Software installiert hat. Das hat Stunden gedauert und eigentlich wollte ich ein abgespecktes System ohne Bundled Software.

  9. Weil ich es dann doch etwas kleiner wollte kam ich dann doch auf die Idee den Installer vom Image mit grafischer Benutzeroberfläche zu starten, um eine benutzerdefinierte Installation durchführen zu können. Das habe ich im Terminal mit folgenden Befehl erreicht: open OSInstall.mpkg. Alternativ hätte ich das Image auch auf eine DVD brennen und davon booten können. So konnte ich aber nebenbei diesen Blog-Artikel schreiben. ;-)

  10. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Kernel Panic "unable to find driver for PowerMac4,2" beim booten. :-(
    Man braucht wohl doch Installations-CDs/DVDs von einem PowerMac.
Quellen: installer man-page (OS X 10.5)
hints.macworld.com

2008-11-29

Security Update 2008-007

Betrifft Mac OS X v10.4.11

Problem 1: Nach dem Einspielen des SecUpd2008-007PPC.pkg erschien nach dem Aufrufen der Systemeinstellung Netzwerk immer sofort die Fehlermeldung "Ihre Netzwerkeinstellungen wurden von einem anderen Programm geändert". Die Netzwerkeinstellungen lassen sich nicht mehr ändern.

Lösung 1: Beheben läßt sich dies indem man das Häkchen bei "Systemeinstellungen/Sicherheit/Kennwort verlangen für die Freigabe von geschützten Systemeinstellungen" setzt.

Problem 2: Außerdem soll das Security Update Probleme bei der Interneteinwahl und WLAN-Verbindungsaufbau verursachen, wodurch man die Zugangsdaten immer wieder neu eintippen muss.

Lösung 2: Die Lösung ist in unten stehendem Foren-Thread beschrieben.

P.S. Das fehlerhafte Security Update wurde bis jetzt nicht korrigiert.

Quellen: Mac-Welt-Forum
www.macbug.de
apfeltalk.de

2008-07-24

.htaccess unter OS X / OSX-Server aktivieren

In der Datei /etc/httpd/httpd.conf befinden sich unter Mac OS X (OS X Server siehe grauer Kasten) die allgemeinen Konfigurationseinstellungen des Apache Webserver. Die Datei enthält auf Mac OS X Clients (nicht Server) seit Version 10.3 (Panther) folgenden Abschnitt:

#
# This controls which options the .htaccess files in directories can
# override. Can also be "All", or any combination of "Options", "FileInfo",
# "AuthConfig", and "Limit"
#
AllowOverride None

Alle Zeilen mit einem # (Doppelkreuz) davor sind nur Kommentar. Ins Deutsche übersetzt würde der Kommentar ungefähr wie folgt lauten:

#
# Dies steuert welche Optionen der .htaccess Dateien berücksichtigt werden.
# Kann die Werte "All", oder eine Kombination aus "Options", "FileInfo",
# "AuthConfig" und "Limit" sein.
#
AllowOverride None

AllowOverride All erlaubt die Ausführung aller Anweisungen in der .htaccess Datei.

AllowOverride AuthConfig erlaubt Anweisungen zum Passwortschutz von Verzeichnissen.

Mac OS X Server 10.4 (Tiger Server)

Um den Apache auf einem Tiger-Server* zu konfigurieren, sollte man die Anweisungen nicht direkt in die /etc/httpd/httpd.conf einfügen. Die richtige Datei zum Hinzufügen von Anweisungen wie AllowOverride befindet sich im Verzeichnis /etc/httpd/sites/. In diesem Verzeichnis sind die virtual host Konfigurationsdateien. Jedes virtuelle Server hat eine Konfigurationsdatei in diesem Verzeichnis (da Mac OS X Server für das Hosten mehrerer Web-Sites ausgelegt ist). Die Konfigurtion muss in diesen Dateien erfolgen, auch wenn nur ein einzelne Web-Site auf Server haben, befindet sich die Konfiguration im Verzeichnis sites. Die Datei die dann geändert werden muss heißt /etc/httpd/sites/0000_any_80_.conf. Ich hoffe, daß es mit diesen Infos auch auf OSX Servern klappt!

*gilt wahrscheinlich auch für die vorherigen Versionen
Quellen: ...

2008-06-24

Automount unterbinden

Problem: Gelegentlich sichere ich mein System auf eine zweite Partition derselben Festplatte. Diese zweite Partition wird natürlich automatisch als Volume eingebunden, wenn Mac OS X startet. Dadurch erstrecken sich Suchenanfragen, Spotlight-Indizierung und locate-Database auch auf dieses Volume, was zu doppelten Suchergebnissen und Indizierungen führt. Deshalb würde ich gerne die automatische Einbindung beim Starten verhindern.

Lösung (bis einschließlich 10.5): Man bearbeitet die Konfigurationsdatei "/etc/fstab". Ab Mac OS X v10.4 muss man diese Datei erst anlegen. Anleitungen dazu findet man in den unten genannten Quellen (sortiert nach Relevanz.)

Quellen:
macosxhints.com - Prevent a given partition from mounting at boot
macuser.de - Automount von einzelnen Partitionen unterbinden
apfelwiki.de - Die fstab-Datei benutzen

2008-06-19

.DS_Store auf Netzwerklaufwerken verhindern

  1. Terminal öffnen
  2. defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true eingeben
  3. ENTER drücken
  4. Neustart von OS X

Diese Prozedur muss für jeden User einzeln durchgeführt werden. Es kann zu Problemen beim Finder-Info Dialog, insbesondere in Bezug auf Kommentare kommen.

Quellen:
support.apple.com/kb (deutsch)

Festplatte mit pdisk partitionieren

Festplattendienstprogramm-Symbol

Mac OS 10.4.2: Man verliert den Inhalt aller Partitionen einer Platte, wenn man mit dem Festplattendienstprogramm (engl. Disk Utility) etwas an der Partionionierung einer Platte ändert. Ein entsprecheneder Warnhinweis wird vom Disk Utility ausgegeben. Dies schmälert der Nutzen von Partitionen auf dem Mac leider ganz enorm.

Wer die Kommandozeile (also das Programm Terminal) nicht scheut, kann sich mit dem Kommando pdisk von der Installations-DVD helfen. Dazu bootet man die Installations-DVD entweder direkt in den Single-User-Mode (Apfel+S) beim booten oder wartet bis der OS X Installer erscheint. Wird der Installer angezeigt kann man aus den Menüs das Festplattendienstprogramm und das Terminal starten.

Wählt man den Weg ohne Single-User-Mode muss man zusätzlich folgende Schritte vornehmen:

  1. Das Festplattendienstprogramm starten.
  2. Vorhandene Partitionen auf der zu formatierenden Platte zu deaktivieren (engl. unmount).
  3. Festplattendienstprogramm schließen => Installer wird wieder angezeigt
  4. Terminal aus dem Menu des Installers starten.

Jetzt kann man pdisk in die Kommandozeile eingeben, um es zu starten. ... Fortsetzung folgt.

"Laufwerke konfigurien" und das "Festplattendienstprogramm" bzw. "Disk Utility" löschen beim ändern der Partitionierung die gesamte Platte. Man muss also vorher alle Daten sichern, die man behalten will.

Das Terminal-Kommado pdisk erlaubt hingegen weniger destruktive "chirugische" Eingriffe. Dazu startet man den Mac am besten von einer möglichst neuen Mac OS X Installations CD im Single-User-Modus (Apfel-S beim booten gedrückt halten). Zum Üben reicht aber auch die Eingabe von "sudo pdisk" im Terminal — nur kann man dann noch nichts dauerhaft verändern. Nach Eingabe von pdisk kann man dann durch Eingabe von ? dann eine Liste der verfügbaren pdisk-Kommandos anzeigen lassen:

Commands are:
h
L
e
q
print help
list all devices' maps
edit device's map
quit the program
... (gekürzt)

Am besten lässt man sich jetzt mit L eine Liste aller Partitionstabellen (maps) ausgeben, um die richtige Platte zu finden:

/dev/rdisk0 map block size=512
#:type namelength base ( size )
1: Apple_partition_map Apple63@ 1
2:Apple_Driver43*Macintosh56@ 64
3:Apple_Driver43*Macintosh56@ 120
4:Apple_Driver_ATA*Macintosh56@ 176
5:Apple_Driver_ATA*Macintosh56@ 232
6:Apple_FWDriver Macintosh512@ 288
7:Apple_Driver_IOKit Macintosh512@ 800
8:Apple_Patches Patch Partition512@ 1312
9:Apple_HFS Swap11572864@ 1824 (768.0M)
10:Apple_HFS Macintosh HD16777216@ 1574688 ( 8.0G)
...
pdisk: can't open file '/dev/rdisk1' (No such file or directory)
pdisk: can't open file '/dev/rdisk2' (No such file or directory)
pdisk: can't open file '/dev/rdisk3' (No such file or directory)
... (gekürzt)

Anhand der Spalte name kann man sehr gut sehen welches die zu bearbeitende Platte ist. Freier Platz wird als Apple_Free angezeigt. In diesem Beispiel wird nur eine (die interne Platte) angezeigt. Sie hat den Gerätenamen /dev/rdisk0.

Um die Partitionstabelle dieser Platte zu editieren gibt man e /dev/rdisk0 ein. Wenn man jetzt wieder ? eingibt erhält man eine Liste der im Editier-Modus zulässigen Kommandos:

Commands are:
h print help
p print the partition table
i initialize partition map
C (create with type also specified)
d delete a partition
w write the partition table
q quit editing (don't save changes)
...
(gekürzt)

Jetzt könnte man zum Beispiel die Partition 10 (Macintosh HD) durch Eingabe von d 10 löschen und durch zwei halb so große Partitionen ersetzen. Beim Erstellen einer neuen Partition mit gross C werden die benötigten Daten abgefragt:

First block: 10p
Length in blocks: 4G
Name of partition: HD-Eins
Type: Apple_HFS
10p steht für den Anfang der ehemaligen Partition "Macintosh HD" (jetzt Apple_Free).
4G steht für 4 GB (Gigabyte). Wenn man genau bis zum Ende des freien Bereichs (Apple_Free) gehen will listet man am besten die Partitionstabelle mit p und gibt die in der Spalte length bei Apple_Free angegebene Länge in Blöcken ein (z.B. 8388608).
HD-Eins ist einfach irgend ein Name (label) für die Partition (muss nicht den Volumnenamen entsprechen der beim Initialisieren/Formatieren vergeben wird).
Apple_HFS steht für die Art der Partition und erleichert das Initialisieren

Dann überprüft man mit p, ob alles stimmt und schreibt die neue Partitionstabelle mit w. Erst nach dem schreiben mit w gehen die Daten auf der gelöschten Partition verloren. Bis dahin kann man durch drücken von q immer wieder zurück. Zum verlassen von pdisk gibt man 2-mal q ein.

Dannach kann man dann die Platte dann mit dem entsprechenden Menüpunkt im Aktualisierer einer Installation-CD formatieren (Volume löschen). Hat man noch eine andere bootbare Partition/Platte kann man natürlich auch das Festplattendienstprogramm (Disk Utility) oder Laufwerke konfigurieren direkt verwenden.

2007-09-19

gemeinsamer Dateizugriff ab Mac OS 10.3

Wenn man mit mehreren Benutzer an den selben Dateien arbeiten möchte ist man schnell von den Zugriffsrechten genervt. Es gibt zwar den Ordner "/Benutzer/Für alle Benutzer" (aka /Users/Shared), dieser sorgt aber in keiner Weise für die richtigen Zugriffsrechte der darin gespeicherten Dateien. Die Zugriffsrechte muss der Besitzer einer Datei im schlimmsten Fall bei jeder Änderung von Hand neu anpassen. Anpassen heißt seit OS X 10.3 den Schreib- und Lesezugriff für alle Benutzer (d.h. auch Gast-Accounts) zu erlauben. Eine unbefriedigende Lösung.

Die naheliegenste Lösung ist nun eine gemeinsame Gruppe für den Dateizugriff zu nutzen. Man könnte z.B. die Gruppe "staff" (dt. Mitarbeiter) oder "wheel" verwenden. Bis 10.2 wurden neue Dateien standardmäßig noch mit diesen Gruppenzugehörigkeiten erzeugt. "staff" für Dateien von normalen Benutzern und "wheel" für Admins. Seit 10.3 werden die neue Dateien aber mit einer Gruppe erstellt, die genauso heißt wie der Kurzname des Benutzers der sie angelegt. "staff" und "wheel" werden zugunsten gesteigerter Sicherheit und Flexibilität nicht mehr verwendet.

Der "Trick" ist nun folgender: Benutzerm die gemeinsam an Dateien arbeiten wollen, werden in die Gruppe mit dem Namen des anderen aufgenommen. Wenn es also zwei Benutzer mit dem Namen/Gruppe "dirk/dirk" und "tina/tina" gibt, so wird tina in die Gruppe dirk und dirk in die Gruppe tina aufgenommen. Dies entschärft das Problem und man benötigt nur noch Zugriffsrechte für die Gruppe, um gemeinsam an einer Datei zu arbeiten. Man könnte jetzt befürchten, dass die Benutzer dadurch Schreibrechte oder zusätzliche Leserechte im Home-Verzeichnis (aka Ordner Privat) des jeweils anderen Benutzers erlangen. Dies ist aber nicht der Fall, da die Gruppenrechte standardmäßig genauso gesetzt sind wie die Rechte anderer Benutzer (wie die des Gast-Accounts). D.h. für die Unterordner "Dokumente", "Bilder", "Library" hat standardmäßig nur der Besitzer Schreib- und Leserechte und das Home-Verzeichnis selbst können sowieso alle am System angemeldeten Benutzer einsehen, weshalb man dort keine privaten Dateien speichern sollte.

Um die Gruppenzugehörigkeiten zu erweitern benutzt man den "NetInfo Manager". Desweiteren sollte man noch in Betracht ziehen das Sticky-Bit des Ordners "Für alle Benutzer" (aka /Users/Shared) zu löschen, da sonst nur der Besitzer einer Datei diese löschen kann. Warum dieses Zugriffsrecht standardmäßig gesetzt ist, ist mir unklar.

Weitere Infos: Apple Training Series: Mac OS X System Administration Reference, Volume 1