2008-06-19

Volumes mit asr kopieren

Problem: Aktive System-Partition sichern, wie?

Lösung: sudo asr restore -s / -t /Volumes/Platte2 --verbose --erase

Hinweis: Die Syntax des asr-Kommandos hat sich offenbar mit den OS X-Versionen genändert. Die genaue Syntax liest man am besten in der asr man-page nach (man asr eingeben) nach. Im Abschnitt EXAMPLES der man-page sollte es ein Beispiel Volume cloning geben.

Wenn man die Effizienz des Kopiervorgangs verbessern will kan man noch sowas wie:
--buffers 1 --buffersize 256m
anhängen

Quellen:
uMac

Festplatte mit pdisk partitionieren

Festplattendienstprogramm-Symbol

Mac OS 10.4.2: Man verliert den Inhalt aller Partitionen einer Platte, wenn man mit dem Festplattendienstprogramm (engl. Disk Utility) etwas an der Partionionierung einer Platte ändert. Ein entsprecheneder Warnhinweis wird vom Disk Utility ausgegeben. Dies schmälert der Nutzen von Partitionen auf dem Mac leider ganz enorm.

Wer die Kommandozeile (also das Programm Terminal) nicht scheut, kann sich mit dem Kommando pdisk von der Installations-DVD helfen. Dazu bootet man die Installations-DVD entweder direkt in den Single-User-Mode (Apfel+S) beim booten oder wartet bis der OS X Installer erscheint. Wird der Installer angezeigt kann man aus den Menüs das Festplattendienstprogramm und das Terminal starten.

Wählt man den Weg ohne Single-User-Mode muss man zusätzlich folgende Schritte vornehmen:

  1. Das Festplattendienstprogramm starten.
  2. Vorhandene Partitionen auf der zu formatierenden Platte zu deaktivieren (engl. unmount).
  3. Festplattendienstprogramm schließen => Installer wird wieder angezeigt
  4. Terminal aus dem Menu des Installers starten.

Jetzt kann man pdisk in die Kommandozeile eingeben, um es zu starten. ... Fortsetzung folgt.

"Laufwerke konfigurien" und das "Festplattendienstprogramm" bzw. "Disk Utility" löschen beim ändern der Partitionierung die gesamte Platte. Man muss also vorher alle Daten sichern, die man behalten will.

Das Terminal-Kommado pdisk erlaubt hingegen weniger destruktive "chirugische" Eingriffe. Dazu startet man den Mac am besten von einer möglichst neuen Mac OS X Installations CD im Single-User-Modus (Apfel-S beim booten gedrückt halten). Zum Üben reicht aber auch die Eingabe von "sudo pdisk" im Terminal — nur kann man dann noch nichts dauerhaft verändern. Nach Eingabe von pdisk kann man dann durch Eingabe von ? dann eine Liste der verfügbaren pdisk-Kommandos anzeigen lassen:

Commands are:
h
L
e
q
print help
list all devices' maps
edit device's map
quit the program
... (gekürzt)

Am besten lässt man sich jetzt mit L eine Liste aller Partitionstabellen (maps) ausgeben, um die richtige Platte zu finden:

/dev/rdisk0 map block size=512
#:type namelength base ( size )
1: Apple_partition_map Apple63@ 1
2:Apple_Driver43*Macintosh56@ 64
3:Apple_Driver43*Macintosh56@ 120
4:Apple_Driver_ATA*Macintosh56@ 176
5:Apple_Driver_ATA*Macintosh56@ 232
6:Apple_FWDriver Macintosh512@ 288
7:Apple_Driver_IOKit Macintosh512@ 800
8:Apple_Patches Patch Partition512@ 1312
9:Apple_HFS Swap11572864@ 1824 (768.0M)
10:Apple_HFS Macintosh HD16777216@ 1574688 ( 8.0G)
...
pdisk: can't open file '/dev/rdisk1' (No such file or directory)
pdisk: can't open file '/dev/rdisk2' (No such file or directory)
pdisk: can't open file '/dev/rdisk3' (No such file or directory)
... (gekürzt)

Anhand der Spalte name kann man sehr gut sehen welches die zu bearbeitende Platte ist. Freier Platz wird als Apple_Free angezeigt. In diesem Beispiel wird nur eine (die interne Platte) angezeigt. Sie hat den Gerätenamen /dev/rdisk0.

Um die Partitionstabelle dieser Platte zu editieren gibt man e /dev/rdisk0 ein. Wenn man jetzt wieder ? eingibt erhält man eine Liste der im Editier-Modus zulässigen Kommandos:

Commands are:
h print help
p print the partition table
i initialize partition map
C (create with type also specified)
d delete a partition
w write the partition table
q quit editing (don't save changes)
...
(gekürzt)

Jetzt könnte man zum Beispiel die Partition 10 (Macintosh HD) durch Eingabe von d 10 löschen und durch zwei halb so große Partitionen ersetzen. Beim Erstellen einer neuen Partition mit gross C werden die benötigten Daten abgefragt:

First block: 10p
Length in blocks: 4G
Name of partition: HD-Eins
Type: Apple_HFS
10p steht für den Anfang der ehemaligen Partition "Macintosh HD" (jetzt Apple_Free).
4G steht für 4 GB (Gigabyte). Wenn man genau bis zum Ende des freien Bereichs (Apple_Free) gehen will listet man am besten die Partitionstabelle mit p und gibt die in der Spalte length bei Apple_Free angegebene Länge in Blöcken ein (z.B. 8388608).
HD-Eins ist einfach irgend ein Name (label) für die Partition (muss nicht den Volumnenamen entsprechen der beim Initialisieren/Formatieren vergeben wird).
Apple_HFS steht für die Art der Partition und erleichert das Initialisieren

Dann überprüft man mit p, ob alles stimmt und schreibt die neue Partitionstabelle mit w. Erst nach dem schreiben mit w gehen die Daten auf der gelöschten Partition verloren. Bis dahin kann man durch drücken von q immer wieder zurück. Zum verlassen von pdisk gibt man 2-mal q ein.

Dannach kann man dann die Platte dann mit dem entsprechenden Menüpunkt im Aktualisierer einer Installation-CD formatieren (Volume löschen). Hat man noch eine andere bootbare Partition/Platte kann man natürlich auch das Festplattendienstprogramm (Disk Utility) oder Laufwerke konfigurieren direkt verwenden.

2008-02-05

Hybrid DVD mit "&" in Dateinamen

Beim Brennen von DVD für Mac und PC aus dem Finder kam es bei mir unter Mac OS X 10.4.11 zu dem Problem, dass der Brennvorgang sofort mit folgender Fehlermeldung abbrach:

Finder: Burn error: 0x80020000 Es ist ein interner Fehler aufgetreten. 

Der Rohling blieb dabei unangetastet und konnte weiterhin verwendet werden.

Nachdem ich die Zeichen "[", "]" und "&", aus den Namen der zu brennenden Dateien entfernt habe ließ sich die DVD brennen. Man sollte erwarten, dass der Finder selbst ein umbennen der Dateien vorschlägt, bevor er versucht die Dateien zu brennen.

P.S. Die Fehlermeldung sollte man mit dem Dienstprogramm Konsole in ~/Library(logs/DiskRecording.log nachsehen können.

2007-09-19

gemeinsamer Dateizugriff ab Mac OS 10.3

Wenn man mit mehreren Benutzer an den selben Dateien arbeiten möchte ist man schnell von den Zugriffsrechten genervt. Es gibt zwar den Ordner "/Benutzer/Für alle Benutzer" (aka /Users/Shared), dieser sorgt aber in keiner Weise für die richtigen Zugriffsrechte der darin gespeicherten Dateien. Die Zugriffsrechte muss der Besitzer einer Datei im schlimmsten Fall bei jeder Änderung von Hand neu anpassen. Anpassen heißt seit OS X 10.3 den Schreib- und Lesezugriff für alle Benutzer (d.h. auch Gast-Accounts) zu erlauben. Eine unbefriedigende Lösung.

Die naheliegenste Lösung ist nun eine gemeinsame Gruppe für den Dateizugriff zu nutzen. Man könnte z.B. die Gruppe "staff" (dt. Mitarbeiter) oder "wheel" verwenden. Bis 10.2 wurden neue Dateien standardmäßig noch mit diesen Gruppenzugehörigkeiten erzeugt. "staff" für Dateien von normalen Benutzern und "wheel" für Admins. Seit 10.3 werden die neue Dateien aber mit einer Gruppe erstellt, die genauso heißt wie der Kurzname des Benutzers der sie angelegt. "staff" und "wheel" werden zugunsten gesteigerter Sicherheit und Flexibilität nicht mehr verwendet.

Der "Trick" ist nun folgender: Benutzerm die gemeinsam an Dateien arbeiten wollen, werden in die Gruppe mit dem Namen des anderen aufgenommen. Wenn es also zwei Benutzer mit dem Namen/Gruppe "dirk/dirk" und "tina/tina" gibt, so wird tina in die Gruppe dirk und dirk in die Gruppe tina aufgenommen. Dies entschärft das Problem und man benötigt nur noch Zugriffsrechte für die Gruppe, um gemeinsam an einer Datei zu arbeiten. Man könnte jetzt befürchten, dass die Benutzer dadurch Schreibrechte oder zusätzliche Leserechte im Home-Verzeichnis (aka Ordner Privat) des jeweils anderen Benutzers erlangen. Dies ist aber nicht der Fall, da die Gruppenrechte standardmäßig genauso gesetzt sind wie die Rechte anderer Benutzer (wie die des Gast-Accounts). D.h. für die Unterordner "Dokumente", "Bilder", "Library" hat standardmäßig nur der Besitzer Schreib- und Leserechte und das Home-Verzeichnis selbst können sowieso alle am System angemeldeten Benutzer einsehen, weshalb man dort keine privaten Dateien speichern sollte.

Um die Gruppenzugehörigkeiten zu erweitern benutzt man den "NetInfo Manager". Desweiteren sollte man noch in Betracht ziehen das Sticky-Bit des Ordners "Für alle Benutzer" (aka /Users/Shared) zu löschen, da sonst nur der Besitzer einer Datei diese löschen kann. Warum dieses Zugriffsrecht standardmäßig gesetzt ist, ist mir unklar.

Weitere Infos: Apple Training Series: Mac OS X System Administration Reference, Volume 1

2007-06-02

QuickTime DivX Decoder Komponente

Wenn man nicht das ganze DivX 6.7 Paket von DivX.com installieren will, weil man die ganzen Zusätze wie DivX Update, DivX Upgrader, Pingie, DivX Player, usw. nicht haben will wird es schwer. Das Installationspaket erlaubt keine angepasste Installation. Mit folgender Prozedur habe ich es geschafft nur den Decoder zu installieren.

  1. Paket von DivX.com herunterladen und mounten.
  2. Terminal aus dem Diesntprogramme Ordner starten
  3. Folgende Kommandozeile eingeben:
    gzip -dc "/Volumes/DivX for Mac/DivX for Mac Installer.pkg/Contents/Archive.pax.gz" | pax -r -v "./Library/QuickTime/DivX Decoder*"
  4. Anschließend liegt die DivX Decoder.component im ~/Library/QuickTime/ Ordner des gerade angemeldeten Benutzers und sollte für diesen schon funktionieren. Will man die Komponente für alle Benutzer verfügbar machen muss man sie nach /Library/QuickTime/ im Root-Verzeichnis des Boot-Volumes verschieben.

2007-05-25

.dmg-Archive erstellen

Festplattendienstprogramm-Symbol

Der einfachste Weg DMG-Archive aus Ordnern zu erstellen ist meines Erachtens das Festplattendienstprogramm zu starten und den zu archivierenden Ordner auf das Symbol des Festplattendienstprogrammes im Dock zu schieben.

FreeDMG-Symbol Zuvor habe ich das englischsprachige FreeDMG verwendet um DMGs zu erstellen. Diese Software funktioniert zur Zeit (OS X 10.4.9 PPC) tadelos und bietet zusätzliche Möglichkeiten wie "Internet Enabled Images".

2006-09-09

ClamAV und ClamXav (aktualisiert)

ClamAV ist ein OpenSource Virenscanner für diverse Unix-Derivate und Mac OS X. Das ClamAV eine seriöse AntiViren-Software ist erkennt man u. a. daran, dass sie Bestandteil von Mac OS X Server * ist.

ClamXav ist eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) für ClamAV unter Mac OS X und enthält bereits das ClamAV-Backend (in leicht modifizierter Form). Dieses Backend wird erst beim ersten Start von ClamXav installiert. Man hat aber auch die Möglichkeit einen vorher installierten ClamAV zu verwenden.

Seit neustem (Version 1.0.4) funktioniert die GUI auch unter OS X Server. Dort wird allerdings die von Apple installierte ClamAV-Engine und Apples eigener Update-Mechanismus verwendet.

ClamAV bietet keinen Viren-Wächter, der alle Dateien vor dem öffen prüft, kann aber einen Ordner (z.B. den Desktop) überwachen. Möchte man einen Warnhinweis bei einem Virenfund erhalten, muss man dies erst in den Einstellungen aktivieren.

*  Variante des Mac-Betriebssystems für Server-Rechner
Quellen: apfelwiki.de
deutsche Doku zu ClamAV (PDF, 208 KB)